Colour your life - Juni 2010

 Blühende Vielfalt

Das Colour-your-Life-Thema für Juni heißt „Blühende Vielfalt“. Vielfältig ist die Welt der Gartenpflanzen in der Tat. Das große Sortiment bietet eine Fülle an Farben und Formen und macht es möglich, dass man schöne Pflanzen für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke und Gartengrößen auswählen kann: Sommer- und immergrüne Gehölze, Stauden, Gräser und Zwiebelblumen bieten ideale Voraussetzungen für eine abwechslungsreiche Gartengestaltung.

Sonnenschein fürs Staudenbeet

Bei der Auswahl der Pflanzen spielen die Farbe und Schönheit der Blüten oft die wichtigste Rolle. Der Sonnenhut (Rudbeckia) ist eine Staude mit auffallenden, zumeist leuchtend gelben, länglichen Blütenblättern. Sie umgeben ein dunkles Blütenköpfchen in der Mitte und erinnern mit ihrer länglichen Form und ihrer Leuchtkraft an Sonnenstrahlen. So bringen diese blühfreudigen Stauden den Sonnenschein in den Garten und auch ins Haus, denn sie eignen sich auch gut als Schnittblumen. In Gruppen gepflanzt, sind diese im Sommer und Herbst blühenden Stauden besonders effektvoll. Sie lieben sonnige Standorte im Garten. Kein Wunder, denn sie haben ihre ursprüngliche Heimat in den Prärien Nordamerikas.

 Rudbeckia 'Goldsturm'

Die Größe der verschiedenen Sonnenhut-Arten und -Sorten variiert stark. Einige werden 70 bis 80 Zentimeter hoch, manche bleiben etwas kleiner, andere erreichen dagegen sogar zwei Meter Höhe. Die hohen Sorten stehen am besten im hinteren Bereich eines Beetes. Mit seinem natürlichen Charme passt der Sonnenhut auch gut in Bauerngärten, zu Gräsern und in Wildstaudenpflanzungen. Seinen botanischen Namen Rudbeckia verdankt der Sonnenhut dem schwedische Botaniker Carl von Linné (1707 bis 1778). Linné hat das heute noch geltende System der Pflanzennamen erfunden. Er benannte den Sonnenhut nach Olof Rudbeck, der Linné stark beeinflusst hatte. Rudbeck galt als Universalgenie und lehrte als Forscher an der Universität von Uppsala, wo er auch den ersten Botanischen Garten Schwedens anlegte.

 Rudbeckia speciosa

Leuchtendes Blau

Auch zum großen Sortiment des Ziersalbeis (zum Beispiel Salvia-nemorosa-Sorten) gehören viele farbintensive Stauden für sonnige Standorte. Die Blütezeit dieses Sommerblühers beginnt im Juni. Er hat oft lange Blütenkerzen, meistens in intensiven, kräftigen Blautönen. Die Wuchshöhe der Sorten schwankt, manche werden bis zu 70 Zentimeter hoch, andere erreichen nur etwa 40 Zentimeter. Mit ihrem schönen Blau sind sie gute Begleiter für Rosen, bei denen diese Blütenfarbe nicht vorkommt. Sie bilden hier sowohl eine farbliche Ergänzung als auch einen interessanten Kontrast. Ziersalbei passt auch sehr gut zu gelbblühenden Stauden wie Sonnenhut, Mädchenauge oder Nachtkerze.

Verführerischer Blütenduft

Auch die Farbe Weiß hat ihren Reiz und bietet interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass weißblühende Pflanzen ideal für einen „Abendgarten“ sind: Die hellen Blüten reflektieren das Licht besonders gut und sind deshalb auch in der Dämmerung noch lange zu sehen. Attraktiv sind viele weißblühende Pflanzen auch aufgrund ihres Duftes, mit dem sie dem Garten auch am Abend noch zusätzlichen Reiz geben. Ein typisches Beispiel ist der Pfeifenstrauch (Philadelphus), der im Sommer schneeweiße Blüten in großer Fülle trägt. Viele Philadelphus-Sorten verströmen einen wunderbaren, süßen Duft. Deshalb wird der Pfeifenstrauch auch oft als Gartenjasmin bezeichnet. Pfeifensträucher können je nach Sorte eineinhalb bis drei Meter hoch werden. Manche wachsen eher straff aufrecht, andere dagegen elegant überhängend.

Blütensterne in Weiß und Rosa

Deutzien (Deutzia) haben ebenfalls schöne, meistens weiße Blüten. Wegen der an kleine Sterne erinnernden Blütenform werden diese anspruchslosen, reichblühenden Ziersträucher manchmal auch Sternchensträucher genannt. Ihr Hauptblütemonat ist der Juni. Einige Sternchensträucher blühen rosa oder bieten ein schönes Farbenspiel in Rosa und Weiß. Die reichblühenden Deutzien kommen gut im Einzelstand in Beeten zur Geltung, können aber auch als lockere, freiwachsende Blütenhecke verwendet werden. Sie haben eine große ökologische Bedeutung, denn sie sind gute Bienenweiden. Die Größe dieser Blütensträucher variiert stark. Manche werden zwei bis drei Meter hoch, andere wie die Zierliche Deutzie (Deutzia gracilis) werden nur etwa 60 Zentimeter hoch und eignen sich deshalb auch gut für kleine Gärten oder größere Gefäße. 

Kletterpflanze mit nostalgischem Charme

Die Blüten der Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris, heute oft unter dem Namen Hydrangea anomala ssp. petiolaris zu finden) sind cremeweiß. Sie erscheinen im Juni und Juli. Ihre großen, flachen Blütenschirme bestehen aus zweierlei Blüten: In der Mitte befinden sich viele kleine, fruchtbare Einzelblüten. Den Rand bilden unfruchtbare Blüten, die von dekorativen, hellen Blättern umgeben sind. Wie beim Glücksklee stehen sie jeweils zu viert. Diese auffallenden Blütenstände in einem zarten Cremeton verleihen dieser Hortensie einen nostalgischen Charme. Die Kletterhortensie kann mit Hilfe von Haftwurzeln an Mauern und Bäumen empor wachsen. Sie eignet sich auch zur Begrünung von Pergolen, Zäunen oder Gartenhäuschen. Normalerweise benötigt sie keine Kletterhilfe, doch an Wänden und Mauern sind Spanndrähte oder ein stabiles Spalier hilfreich, denn die Pflanzen können eine Höhe von bis etwa zehn Metern erreichen und sind dann relativ schwer. Die Kletterhortensie braucht nur wenig Grundfläche und ist damit auch für kleinste Gärten oder große Gefäße geeignet. Sie wächst auch als Bodendecker im Schatten unter Bäumen.
So bietet die Vielfalt der Pflanzen eine Fülle schöner Gartenimpressionen.

 Rudbeckia speciosa


 

Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats Juni

Eine Art des aus den Weiten Nordamerikas stammenden Sonnenhuts – Rudbeckia hirta, dort auch Black-Eyed Susan genannt – ist die Staatsblume von Maryland, einem Bundesstaat an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Ihre Blütenfarben, Schwarz und Gold, finden sich auch im Staatswappen wieder.

Der deutsche Name Pfeifenstrauch bezieht sich wahrscheinlich auf die Zweige, die mit einem lockeren Mark gefüllt sind. Es lässt sich leicht entfernen. So entstehen Röhren, die als Pfeifen verwendet werden können.

Die Heilkräfte des Salbeis haben dieser großen Pflanzengattung den botanischen Namen verliehen: Aus dem lateinischen Begriff „salvus“ für heil, gesund oder wohlbehalten entstand der Gattungsname Salvia. Manche Salbei-Arten und -Sorten sind reine Zierpflanzen. Als Heilpflanze ist der aus dem Mittelmeerraum stammende Echte Salbei (Salvia officinalis) bekannt. Heutzutage nutzt man ihn gerne als aromatisches Gewürz. Er passt besonders gut zu Fleischgerichten.

Die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris, oft auch Hydrangea anomala ssp. petiolaris genannt),  gedeiht am besten auf humosem, leicht saurem Boden, der gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig sein sollte. Der Gattungsname „Hydrangea“ weist schon darauf hin, dass diese Pflanzen einen großen Wasserbedarf haben, denn der botanische Name geht auf das griechische Wort „hydor“ für Wasser zurück. Der Name „Hydrangea“ wird oft mit „Wasserschlürferin“ übersetzt. Die Herkunft der deutschen Bezeichnung Hortensie ist nicht eindeutig zu belegen. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Hortensie nach Hortense Barré benannt wurde. Sie war die Freundin des französischen Arztes und Botanikers Philibert Commerson, der im 18. Jahrhundert als Pflanzensammler durch Ostasien reiste. Er brachte zahlreiche Pflanzen nach Europa, darunter auch eine Hortensie. Der Frauenname Hortense leitet sich übrigens vom lateinischen Wort „hortus“ für Garten ab.

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