Pflanze des Monats - Februar 2013

Februar 2013 - Vorfrühjahrspracht

 

VorfrühjahrsprachtLichtblick in...
Lichtblick in kalter Jahreszeit: Schon vor dem Blattaustrieb erscheinen die zierlichen Blüten der Glockenhasel. Dieser filigrane Vorfrühlingsblüher wird nur bis etwa 1,5 Meter hoch und eignet sich gut für Vorgärten, Innenhöfe und Pflanzgefäße.

Lichtblicke statt Winterfrust:

Vorfrühlingsblüher mit besonderem Charme
Schon bevor der Frühling richtig begonnen hat, wecken einige Gehölze die Vorfreude auf die warme Jahreszeit. Zu den schönsten und edelsten Frühblühern gehört die Kamelie. Ihre eleganten, makellosen und gleichmäßig geformten Blüten faszinieren die Menschen schon lange: In Ostasien wird die Kamelie bereits seit über tausend Jahren als Zierpflanze kultiviert. In Europa ist sie dagegen erst seit etwa 300 Jahren bekannt.

Liebling der Highsociety
Dass diese ausdrucksstarke Pflanze zu Beginn des 18. Jahrhunderts ihren Weg nach Europa fand, verdankt sie wahrscheinlich einem Irrtum: Die Kamelie ist eng mit dem Teestrauch (Camellia sinensis) verwandt, aus dessen Blattknospen und Blättern Schwarztee gewonnen wird. Der Teestrauch, der der als Zierpflanze kultivierten Camellia japonica sehr ähnlich sieht, durfte nicht aus China exportiert werden. Als die Engländer Anfang des 18. Jahrhunderts versuchten, Teepflanzen heimlich außer Landes zu bringen, gelangten unbeabsichtigt die ersten Zierkamelien nach England - statt der erwarteten Teepflanze bestand die Schmuggelware als Folge einer Verwechslung aus Camellia japonica. Diese eigneten sich zwar nicht zur Teeproduktion, trafen aber auf soviel Begeisterung, dass mit ihnen gezüchtet wurde und viele schöne Sorten entstanden. Im 19. Jahrhundert kam es schließlich zu einem regelrechten Kamelienrausch. Die Pflanzen entwickelten sich zu Modeblumen - wer Rang und Namen hatte und seinen Wohlstand auch zeigen wollte, leistete sich Kamelien. Mit seinem Roman "Die Kameliendame" setzte Alexandre Dumas dieser fernöstlichen Pflanze 1848 sogar ein literarisches Denkmal.

Die Rose stand Pate
Kamelienblüten wirken mit ihrer Gleichmäßigkeit und den kräftigen, festen Blütenblättern wie Kunstwerke aus feinstem Porzellan. Ihre Farbe reicht von reinem Schneeweiß über die unterschiedlichsten Rosatöne bis hin zu warmem dunklem Rot. Einige Sorten haben sogar mehrfarbige Blüten. Auch ihre Form ist vielfältig und reicht von einfachen bis zu halbgefüllten und gefüllten Blüten, die mit ihrer Üppigkeit an Dahlien, Paeonien oder Rosen erinnern. So wird die Kamelie auf Grund ihrer edlen Erscheinung und ihrer Herkunft auch manchmal als "chinesische Rose" bezeichnet. Mit den immergrünen, glänzenden Blättern ist sie selbst nach der Blüte noch ein Schmuckstück.

Große Sortenvielfalt
Zur Zeit soll es über 30 000 verschiedene Kamelienarten und -sorten geben. Die Frosthärte ist sortenabhängig. Insbesondere in der Gruppe der Japanischen Kamelien (Camellia japonica) und bei den Williamsii-Hybriden finden sich viele Sorten, die relativ winterhart sind. Sie können auch in hiesigen Breiten als Garten- oder Kübelpflanzen schon im zeitigen Frühjahr oder sogar im Winter für Farbe sorgen: Als Topfkamelien im Haus blühen sie bereits im Februar und März, im Garten etwa von Mitte März bis Anfang Mai. Die robusteren Sorten können unter bestimmten Voraussetzungen ganzjährig im Freien bleiben, zum Beispiel im Weinbauklima, an geschützten Standorten wie Innenhöfen, oder wenn sie durch eine Abdeckung vor starkem Frost und austrocknendem Wind geschützt werden.

Goldgelbe Blütenglöckchen
Auch die Glockenhasel (Corylopsis pauciflora) blüht schon früh. Ihre zierlichen goldgelben Blütenglöckchen erscheinen bereits im März und April kurz vor dem Blattaustrieb. Die mehr oder weniger herzförmigen, frischgrünen Blätter färben sich im Herbst leuchtend gelb. Dieser filigrane Vorfrühlingsblüher wird nur etwa 1 bis 1,5 Meter hoch und findet auch im kleinsten Garten noch einen Platz. Die langsamwachsende, feintriebige Glockenhasel eignet sich gut für Vorgärten, Innenhöfe, Rabatten und Beete. Auch in Pflanzgefäßen macht sie eine gute Figur. Damit sich dieser blühfreudige, schon sehr früh austreibende Strauch gut entwickeln kann, ist ein vor kaltem Nord- und Ostwind geschützter Standort wichtig. Schöne Gartenbilder entstehen, wenn man die Glockenhasel mit gleichzeitig blühenden Zwiebelblumen wie weißen oder blauen Vorfrühlingsanemonen oder Sibirischen Blausternchen kombiniert.

Blüten dicht an dicht
Auch der Ranunkelstrauch (Kerria japonica) ist ein Blick-fang im Frühlingsgarten. Von April bis Mai schmückt sich dieser bis etwa 1,5 Meter hohe Strauch mit auffallenden, goldgelben Schalenblüten. Er eignet sich sowohl für sonnige als auch für schattige Standorte. Mit seinen schlanken, glänzendgrünen Trieben ist der Ranunkel-strauch auch nach dem Laubfall noch sehr zierend und bringt Farbe in den winterlichen Garten. Der Ranunkel-strauch ist pflegeleicht und anspruchslos, dennoch ist er bisher nur selten in Gärten zu sehen.

Tipps rund um die "chinesische Rose"

Gut als Kübelpflanze geeignet
Obwohl die Kamelie sehr exklusiv und extravagant wirkt, ist sie kaum anfällig für Krankheiten und benötigt weniger Pflege als oft angenommen wird. In ihrer asiatischen Heimat wächst diese Pflanze im Unterholz lichter Bergwälder und entwickelt sich dort zu 12 bis 15 Meter hohen Bäumen oder Sträuchern. In hiesigen Breiten bleibt sie erheblich kleiner und eignet sich gut als Kübelpflanze.

Licht und Wärme fördert Knospenbildung
Die Pflanzung in einen Kübel bietet den Vorteil, dass man sich schon im Winter an ihren Blüten erfreuen kann, wenn die Kamelie in einem hellen, nicht zu warmen Raum in der Wohnung steht. Geeignet ist auch ein wenig beheizter Wintergarten oder ein helles Treppenhaus. Die Temperatur sollte 15 şC nicht übersteigen, denn der größte Feind der Kamelie ist trockene, warme Heizungsluft. Nach der Blüte, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, sollten Kamelien unbedingt nach draußen gestellt werden, denn für die Bildung neuer Blütenknospen benötigen sie viel Licht. Ein weiterer Vorteil der Topfkultur: Als Kübelpflanze können auch weniger winterharte Sorten verwendet werden, da sie während der kalten Jahreszeit vor Frost geschützt im Haus überwintern können. Im Freien ist ein halbschattiger, windgeschützter Standort ideal. Kamelien benötigen einen kalkfreien Boden mit einem pH-Wert um 5,5. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Substrat, das für Rhododendron und Azaleen angeboten wird.

Ansprüche ähnlich wie bei Rhododendron
Wichtig ist eine gute und gleichmäßige Versorgung mit Feuchtigkeit, am besten mit Regenwasser oder möglichst kalkfreiem Leitungswasser. Der Wurzelballen darf nie austrocknen, Staunässe muss jedoch vermieden werden. Kamelien werden am besten im Zeitraum von April bis Juni gepflanzt, so dass sie in den Sommermonaten gut einwurzeln können. Wie Rhododendron sollten Kamelien nur so tief eingepflanzt werden wie sie auch im Topf gestanden haben.

Frühzeitig Düngung einstellen
Zur Nährstoffversorgung eignet sich Azaleendünger. Gedüngt wird während der Wachstumsphase nach der Blüte bis Ende Juli. Ab August sollte nicht mehr gedüngt werden, damit die Triebe vor dem Winter gut ausreifen können.

Mulchen schützt die Wurzeln
Der Wurzelbereich kann zum Schutz vor Frost mit einer dicken Schicht Laub, Mulch oder Kompost abgedeckt werden. Der oberirdische Teil der Pflanze lässt sich im Winter durch Tannenzweige, Stroh- oder Reetmatten schützen.

Am besten gar nicht schneiden
Schnittmaßnahmen sind im Allgemeinen nicht nötig. Sollte doch geschnitten werden, dann nach der Blüte und etwa einen Daumenbreit über dem Blattansatz. So trock-net nur ein kleiner Teil des Triebes ein, nicht jedoch die Knospe im Blattansatz.

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