Pflanze des Monats - Oktober 2014

Oktober 2014

Texturen und Strukturen

 Texturen und Strukturen

Die Zauberkraft des Herbstes
Im Herbst zeigt sich der Garten von einer ganz anderen Seite als in den Sommermonaten. Das Licht wird milder, die Stimmung verändert sich und statt auffallender Blüten gewinnen die Strukturen und Texturen der Pflanzen an Bedeutung. Dann sind es z.B. Gräser wie das Lampenputzergras oder das Chinaschilf, die durch ihre filigrane Struktur Leichtigkeit und Transparenz in den Garten bringen und ihn auf ganz eigene Weise verzaubern.

Den Garten neu entdecken

Pflanzen wirken auf vielfältige Weise. Oft fallen sie durch ihre Blüten oder ihre Blattfarben und -formen auf. Doch es gibt auch andere, weniger offensichtliche Eigenschaften, die zu ihrem Reiz beitragen. Dazu zählen Aspekte wie die Textur, also die Beschaffenheit der Pflanzenoberfläche, und die Struktur, d.h. der innere Aufbau einer Pflanze. Wenn der Blütenreichtum des Sommers nur noch Erinnerung ist, gewinnen solche Pflanzeneigenschaften an Bedeutung und zeigen, dass ein Garten auch ohne kräftige Blütenfarben eine wunderbare Ausstrahlung haben kann.

Ein Baum mit "Locken"
Nach dem herbstlichen Laubfall wird der innere Aufbau der sommergrünen Bäume und Sträucher besonders deutlich. Sehr auffallend sind jetzt z.B. die Zweige der Korkenzieher-Weide (Salix &rsquoTortuosa&rsquo), die an Naturlocken erinnern. Dieser anspruchslose kleine Baum wird etwa 5 bis 7 m hoch. Die gelbbraunen, gedrehten Zweige können gut für Sträuße und Gestecke verwendet werden. Außergewöhnlich und skurril sind auch die Korkleisten an den kantigen Zweigen des Flügel-Spindelstrauches (Euonymus alatus &rsquoCompactus&rsquo), die zum Anfassen verführen. Dieser kleine, 1 bis 1,5 m hohe Strauch beeindruckt im Herbst außerdem mit seinen auffallenden, leuchtend roten Blättern.

Eigenwillige Winterzierde
Ein anderes Gehölz mit einer fantastischen Herbstfärbung ist der Amberbaum (Liquidambar styraciflua). Die prachtvoll gefärbten Blätter in feurigen Rottönen machen ihn zu einem außergewöhnlichen Blickfang. Die fünf- bis siebenlappigen Blätter des Amberbaumes erinnern an die des Ahorns. Doch sie sind wechselständig angeordnet, während sich Ahornblätter paarweise gegenüber stehen. Nach dem Laubfall wird eine weitere Besonderheit dieses bisher relativ wenig bekannten Baumes sichtbar: Die Zweige sind häufig mit markanten, eigenwillig geformten Korkleisten verziert. Auffallend in der kalten Jahreszeit sind auch die kugeligen, bis 3 cm großen Früchte, die oft bis zum Winter am Baum bleiben. Je nach Standortverhältnissen kann der Amberbaum 10 bis 20 m hoch werden. Er eignet sich besonders als Hausbaum, der den Wechsel der Jahreszeiten deutlich sichtbar miterleben lässt.

Fruchtschmuck im Winter
Der Apfeldorn (Crataegus &rsquoCarrierei&rsquo) ist ein anspruchsloser kleiner Baum, der bis 7 m hoch wird und das ganze Jahr über attraktiv ist. Er behält seine dunkelgrün glänzenden, kräftigen Blätter je nach Witterung bis in den Dezember. Die zahlreichen orangeroten, apfelförmigen Früchte bleiben ebenfalls bei mildem Wetter bis in den Dezember oder Januar am Baum und sind eine wertvolle Nahrung für die hier überwinternden Vögel. Der Apfeldorn lässt sich bei Bedarf problemlos zurückschneiden und eignet sich gut als pflegeleichter Hausbaum auch für kleinere Gärten. Im Mai erscheinen intensiv duftende, weiße Blüten in großer Zahl, die einen schönen Kontrast zu den dunklen Blättern bilden. Der Apfeldorn entwickelt weniger Dornen als andere Crataegus-Arten und -Sorten, sie sind dafür aber mit 5 cm von beeindruckender Länge.

Stimmungsvolle Gräser
Gräser bezaubern im Herbst durch ihr anmutiges Erscheinungsbild, ihre sich sanft im Wind wiegenden Blätter und Halme und durch ihre Struktur. Sie fällt dann stärker auf als im Sommer, denn der Blick wird in dieser Jahreszeit nicht mehr so stark durch farbintensive Blüten abgelenkt. Weil die Hauptblütezeit vorbei ist, treten andere Eigenschaften der Pflanzen deutlicher hervor und bieten neue sinnliche Erfahrungen und Eindrücke. Das Australische Lampenputzer- oder Federborstengras (Pennisetum) beispielsweise hat sehr zierende, plüschig-weich wirkende Blütenstände, die in der Tat an Flaschenputzer erinnern. Das Gartensandrohr &rsquoOverdam&rsquo (Calamagrostis &rsquoOverdam&rsquo) entwickelt über 1 m lange Blütenhalme und ist mit seinen markanten, feinen Blättern, die weiße Längsstreifen haben, ein besonderes Schmuckstück im Garten. Anfangs sind diese Streifen an den Blatträndern gelb und verblassen dann zu Weiß. Die elegant überhängenden Blätter des etwa 1,7 m hohen Zebragrases (Miscanthus &rsquoZebrinus&rsquo) weisen besonders auffällige gelbe Streifen auf, denn sie verlaufen quer.

Gräser: Winterschmuck im Garten
Um die stille Schönheit der Gräser sogar im Winter genießen zu können, wenn Schnee oder Raureif sie in faszinierende Skulpturen verwandelt, empfiehlt es sich, sie erst im April zurückzuschneiden. Der Rückschnitt im Frühjahr hat auch den Vorteil, dass Blätter und Blütenstände die Pflanzen noch vor der winterlichen Kälte schützen. Außerdem profitiert die heimische Tierwelt davon, denn die nicht zurückgeschnittenen Gräser bieten z.B. Vögeln im Winter Schutz und Nahrung.

 

Extratipps:

Skurriles für die Vase
Neben der Korkenzieher-Weide gibt es auch andere Ziersträucher, die mit ihrem eigenwilligen Wuchs auffallen. Die Korkenzieher-Hasel (Coryllus avellana &rsquoContorta&rsquo) macht ihrem Namen alle Ehre, denn ihre Zweige sind stark gedreht. Weil diese Hasel nur 2 bis 4 m hoch wird und langsam wächst, ist sie ideal für kleinere Gärten, Innenhöfe oder große Kübel. Die 3 bis 4 m hohe Japanische Drachen-Weide (Salix &rsquoSekka&rsquo) ist ebenfalls ein außergewöhnlicher Strauch, denn ihre Triebspitzen sind sehr breit und abgeflacht. Diese dekorative, so genannte Verbänderung wird durch einen leichten Rück- oder Auslichtungsschnitt verstärkt. Im April sind die rotbraunen Zweige zudem dicht mit langen, silbrig-gelben Weidenkätzchen besetzt.

Schöne Gräser für den Topfgarten
Auf den Charme graziler Gräser braucht auch der Balkongärtner nicht zu verzichten, denn zahlreiche kleinere Ziergräser eignen sich gut für die Bepflanzung von Balkonkästen, Töpfen oder Trögen. Der nur bis 20 cm hohe Blauschwingel (Festuca cinerea) hat silbergraublaue, strahlenartig abstehende Blätter und bildet dichte, halbkugelförmige Horste. Die bis 30 cm hohe Japan-Segge (Carex morrowii &rsquoVariegata&rsquo) fällt dagegen durch fontänenartig nach allen Seiten wachsende Blätter auf. Sie sind dunkelgrün mit dekorativen cremefarbenen Streifen an den Rändern.

 

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