Pflanze des Monats - November 2015

November 2015 - Grün hat viele Farben:

So wird auch der Winter schön

 

Grün hat viele Farben: So wird auch der Winter schön

Blütenfarbe ist nicht alles
Nach dem herbstlichen Blattfall beginnt für viele Pflanzen die Winterruhe und der Garten hat nichts mehr zu bieten. So ein Vorurteil! Tatsächlich ist aber ein gut geplanter Garten auch während der kalten Jahreszeit reizvoll: Man kann nun Pflanzeneigenschaften entdecken, die während der an Blüten und Farbe reichen Sommermonate nicht auffallen. Beim Kauf der Pflanzen spielt oft die zu erwartende Blütenpracht und -farbe eine wichtige Rolle, doch auch andere, weniger offensichtliche Aspekte tragen zu einer gelungenen Gartengestaltung bei und sollten deshalb ebenfalls bei der Pflanzenauswahl berücksichtigt werden: Formen, Strukturen, ganzjährig grüne Blätter oder Nadeln, winterlicher Fruchtschmuck und überraschende Elemente, die nicht in jedem Garten zu finden sind, wie z.B. Gartenbonsais.

Grüne Skulpturen
Gartenbonsais sind kleine, in Form geschnittene Kostbarkeiten mit ostasiatischem Charme. Sie sind ideal für den, der ausgefallene lebende Skulpturen für seinen Garten sucht. Neben den interessanten Formen, mit denen sich ganzjährig Akzente setzen lassen, bieten immergrüne Formgehölze wie Kiefern (Pinus) und Eiben (Taxus) den Vorteil, dass sich ihre Größe durch Schnitt leicht begrenzen lässt. Deshalb können sie auch gut in kleine Gärten oder Innenhöfe gepflanzt werden. In ausreichend großen Gefäßen sind sie exklusive Schmuckstücke auch für den mobilen Garten auf Balkon und Terrasse.

Immergrün von Gelb bis Blau
Immergrüne Gehölze sind, auch wenn sie nicht in Form geschnitten wurden, die Stars dieser Jahreszeit, und sie zeigen jetzt, dass Grün nicht gleich Grün ist. Ihr Farbenspektrum umfasst - neben den verschiedensten Grüntönen - gelbe und blaue Nuancen wie Goldgelb, Bronzegelb, Stahlblau oder Silberblau. Damit der Boden auch im Winter nicht kahl ist, können bodendeckende Koniferen, z.B. flach wachsende Wacholder, verwendet werden. Manche wie der Blaue Teppichwacholder sind auch für Töpfe und Kästen gut geeignet. Sie bieten ganzjährig Farbe und lockern mit ihren über die Ränder wachsenden Trieben das Gesamtbild eines Topfgartens auf.

Winterschönheiten
Stechpalmen (Ilex) sind zumeist immergrüne Laubgehölze und deshalb ebenfalls im Winter besonders attraktiv. Sie können dichte, schützende Hecken bilden oder als markante Solitärgehölze Akzente setzen. Die meisten haben kräftige, dunkelgrüne Blätter mit Dornen an den Rändern, es gibt aber auch einige mit goldgelben oder silberweißen Blatträndern. Manche Stechpalmen tragen im Winter auffallende, leuchtend rote Beeren, die bis zum Frühjahr an den Zweigen bleiben und einen schönen Kontrast zum intensiven Grün der Blätter bilden.

Edel und markant
Zum Hochadel unter den Laubgehölzen zählen einige Hartriegel (Cornus), die durch ungewöhnliche Blüten und Früchte, erlesene Wuchsformen und leuchtende Rinden- und Herbstfärbung die Blicke auf sich ziehen. Manche wirken mit ihren in deutlichen Etagen stehenden Ästen wie das Werk eines Designers. Diese botanischen Kostbarkeiten haben einen Einzelstand verdient. Dann kommen sie besonders gut zur Geltung und können sich zu ihrer vollen Schönheit entwickeln.

Schöne Stauden für den Winter

Schmückende Blütenschirme
Viele Stauden ziehen im Winter ein, d.h. die oberirdischen Teile der Pflanzen bilden sich zurück. Manche Stauden sind aber auch in der kalten Jahreszeit dekorativ: Die Fetthenne "Herbstfreude" (Sedum-Sorte) hat noch spät im Jahr rostrote Blütenschirme, die einen großartigen Kontrast zu den hellgrünen Blättern bilden. Sie entwickeln sich später zu dekorativen Fruchtständen, die auch im Winter noch auffallen.

Blüten wie aus Porzellan
Der Schatten-Steinbrech (Saxifraga urbium) hat ebenfalls kräftige Blätter. Er ist auch als Porzellanblümchen bekannt, denn die zierlichen weißrosafarbenen Blüten, die im Mai und Juni erscheinen, erinnern an feines Porzellan. Diese Staude ist auch nach der Blüte schön, weil ihre Blattrosetten dichte wintergrüne Teppiche bilden.

Lichtblicke
Die Wald-Schaumkerze (Tiarella) ist ebenfalls ein guter Bodendecker und blüht zur gleichen Zeit wie das Porzellanblümchen. Sie verträgt etwas mehr Schatten als das Porzellanblümchen und belebt mit langen, duftig-lockeren hellen Blütentrauben lichtarme Gartenbereiche und Innenhöfe. Ihre frischgrünen herzförmigen Blätter färben sich im Herbst bronzefarben bis kupferrot und schmücken diese Staude bis in den Winter hinein.

Extratipps:
Augen auf beim Pflanzenkauf

Die richtige Pflanze am richtigen Platz
Der Standort hat eine große Bedeutung für die gute Entwicklung von Pflanzen. Deshalb lohnt sich vor dem Kauf ein genauer Blick auf die zukünftige Pflanzstelle, um einen Eindruck vom Boden und von den Lichtverhältnissen zu bekommen: Nord- oder Südseite, sonnig oder schattig, sandiger, lehmiger oder humoser Boden? Ist der Standort eher trocken oder feucht? Hat die Pflanze viel Raum, um sich zu entwickeln oder steht nur wenig Platz zur Verfügung? All das sind Aspekte, die bei der Auswahl helfen und wichtig sind, wenn man sich in der Baumschule oder im Gartencenter vor dem Kauf beraten lässt.

In den Wurzeln liegt die Kraft
Ein weiterer wichtiger Aspekt für die gute Weiterentwicklung am neuen Standort ist die Qualität der Pflanzen. Dabei kommt dem Wurzelwerk besondere Bedeutung zu. Gut verzeigte Wurzeln mit zahlreichen Feinwurzeln sind eine Voraussetzung für gutes Anwachsen, denn über ihre Wurzelhaare werden Wasser und Nährstoffe aufgenommen. Durch häufiges Verschulen, also regelmäßiges Umpflanzen in der Baumschule, wird die Bildung eines gut verzweigten Wurzelwerkes mit vielen Feinwurzeln gefördert. Deshalb hat Qualität auch seinen Preis.

Die Wurzeln bringen es an den Tag
Beim Kauf von Containerpflanzen lässt sich durch vorsichtiges Hochheben der Pflanzen aus dem Topf prüfen, ob der Wurzelballen fest bleibt und feine weiße Wurzeln sichtbar werden. Dies ist ein gutes Zeichen. Anderseits dürfen die Pflanzen nicht zu lange im Container gestanden haben. Dann kann es zum Wurzeldrehwuchs kommen, d.h. die dickeren Hauptwurzeln wachsen im Kreis herum und erschweren dadurch später das Anwachsen.

Nackte Wurzeln brauchen Schutz
Auch bei Ballenpflanzen erkennt man gute Qualität unter anderem daran, dass der Wurzelballen fest ist. Außerdem sollte keine Erde durch das Ballentuch herausrieseln. Gehölze mit nackten Wurzeln dürfen nicht frei und ohne Schutz herumliegen, weil sie sonst sehr leicht austrocknen können. Sie werden deshalb üblicherweise bis zum Verkauf in lockeres, feuchtes Substrat "eingeschlagen", damit werden die empfindlichen Wurzeln durch Abdecken vor zu starker Verdunstung geschützt.

 

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