Pflanze des Monats - Juni 2014

Juni 2014

Zwischen Licht und Schatten

 Zwischen Licht und Schatten

In den Übergangsbereichen ...
In den Übergangsbereichen zwischen Licht und Schatten herrscht oft eine besondere Atmosphäre. Im weichen Licht wirkt der Garten hier wie ein verwunschenes Paradies, eine Welt zwischen Tag und Traum weit weg von der Wirklichkeit.


Gärten zwischen Tag und Traum

Magisches Licht
Von Gartenbereichen, die sich weder im vollen Licht noch im tiefen Schatten befinden, geht ein besonderer Zauber aus: Sie wirken wie ein mystisches Zwischenreich, in dem die Sonne ihre volle Kraft nicht entfalten kann, aber auch noch keine dauerhafte Dämmerung herrscht. Hier bestimmt nicht das kräftige, intensive Tageslicht das Bild. Die Grenzen verschwimmen – vieles ist zwar noch erkennbar, doch die Konturen sind weicher, weil das Licht milder ist. So entsteht hier eine einzigartige Atmosphäre.

Kletterkünstlerinnen aus dem Wald
Für solche Übergangsbereiche eignen sich z.B. Pflanzen, die ursprünglich an Waldrändern oder in lichten Wäldern zu Hause waren wie die Clematis. Die Clematis-Wildformen können zum Teil deutlich höher werden als die großblumigen Clematis-Hybriden. Sie sind deshalb ideal, um an Bäumen emporzuwachsen oder Pergolen und Lauben mit ihrem zarten Blattwerk zu begrünen. Ihre Blüten sind kleiner als die der Clematis-Hybriden, aber oft von besonderer Eleganz und Anmut. Die meisten Wildarten blühen im späten Frühjahr oder Sommer. Aus ihren Blüten entwickeln sich bei vielen Arten sehr dekorative, silbrig-fedrige Fruchtstände.

Blütenkaskaden
Die Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis), manchmal auch als Perlmuttstrauch bezeichnet, gedeiht gut im lichten Schatten. Sie ist im Juni über und über mit rosaweißen, zart duftenden Glockenblüten bedeckt. Die Fülle der Blüten an den elegant überhängenden Trieben macht diesen 2 bis 3 m hohen Zierstrauch zu einem besonderen Schmuckstück, das auch in kleineren Gärten Platz findet.

Hier geben die Blätter den Ton an
Bei der 1,5 bis 3 m hohen Glanzmispel (Photinia x fraseri) sind es vor allem die glänzenden, ledrigen Blätter, die den Reiz dieses ungewöhnlichen Strauches ausmachen. Sie sind während des Austriebes bronzerot. Besonders dekorativ ist Photinia 'Red Robin', denn die jungen Blätter sind leuchtend rot. Die Glanzmispel benötigt einen geschützten Standort und kann nur in wintermilden Gebieten im Garten wachsen. Sie eignet sich aber gut für große Kübel und verleiht so Balkon und Terrasse südliches Flair. Sehr robust und anspruchslos ist dagegen die Fasanenspiere (Physocarpus), von der einige Sorten ebenfalls durch ihr farbiges Laub aus dem Rahmen fallen. Die bis 2 m hohe 'Diabolo' hat rote Blätter. Im Juni und Juli erscheinen cremeweiße Blüten, die einen auffallenden Kontrast zu den dunklen Blättern bilden. 'Dart's Gold' wird nur etwa 1,2 m hoch und ist mit ihrem goldgelben Laub ideal, um an lichtarmen Stellen im Garten auffallende Akzente zu setzen.

Blüten wie aus Porzellan
Zwei besondere, ganzjährig grüne Kleinode für den Garten zwischen Licht und Schatten sind die Lorbeerrose (Kalmia) und der Immergrüne Kissen-Schneeball (Viburnum davidii). Die Lorbeerrose gehört zur großen Familie der Heidekrautgewächse. Es gibt verschiedene Arten und Sorten, die sich durch ihren aparten Blütenschmuck auszeichnen. Die einzelnen, breit glocken- bis schüsselförmigen Blüten lohnen einen genauen Blick, denn sie wirken wie feine Kunstwerke aus Porzellan. Die Lorbeerrosen eignen sich gut für kleinere Gartenräume, da sie nur etwa 1 bis 2 m hoch werden. Der Kissen-Schneeball wächst sehr langsam, er wird nur etwa 0,5 bis 0,8 m hoch und etwa doppelt so breit. Im Juni erscheinen dekorative weißlich-rosafarbene Blüten, aus denen sich später im Herbst violett-purpurfarbene kleine Früchte entwickeln. Wegen seiner großen, 7 bis 15 cm langen, glänzend dunkelgrünen, lederartigen Blätter ist er das ganze Jahr über dekorativ. Typisch für diesen ungewöhnlichen Schneeball sind die fast parallel verlaufenden auffallenden Blattadern.

Magentarote Blüten mit dunklem Auge
Auch einige Storchschnabel- bzw. Geraniumarten und -sorten gedeihen gut an diesen nicht von der Sonne verwöhnten Standorten, wie z.B. Geranium 'Patricia'. 'Patricia' ist eine noch recht neue Sorte, die von der Internationalen Stauden-Union zur Internationalen Staude des Jahres 2004 gekürt wurde. Diese kompaktwachsende, 50 bis 70 cm hohe Staude hat wunderschöne magentarote Blüten mit einem dunklen, fast schwarzen Auge. Sie bringt über einen langen Zeitraum Farbe in den Garten, denn die Blüten erscheinen von Juni bis September.

Blattschmuckstauden sogar für den Topfgarten
Funkien (Hosta) sind sehr schöne Blattschmuckstauden für halbschattige Gartenbereiche. Sie haben zumeist lilafarbene, trichterförmige Blüten, doch sie beeindrucken vor allem mit ihren großen, dekorativen Blättern in den unterschiedlichsten Grüntönen. Besonders reizvoll sind sie im Frühjahr, wenn sich die Blätter langsam ausrollen und auf beinah unglaubliche Weise zur vollen Größe entwickeln. Nicht immer sind sie einfach nur grün, manche sind blaugrau bereift, andere haben eine schöne gelbe oder cremeweiße Zeichnung in der Mitte oder einen weißen Rand. Auch die Form kann variieren, es gibt z.B. Funkien mit breit herzförmigen Blättern, bei einigen sind die Blätter länglich-schmal wie die Spitze einer Lanze oder die Ränder sind gewellt. Die Vielfalt an Blattfarben und -formen ist so groß, dass bei manchem Pflanzenfreund schon die Sammelleidenschaft für diese attraktiven Stauden geweckt wurde. Funkien eignen sich auch gut für einen mobilen Schattengarten. Sie sind in Terrakottatöpfen besonders wirkungsvoll und können dann sogar Balkon, Terrasse oder gepflasterte Bereiche rund ums Haus verschönern.

 

Pflanzentipps:

Guter Wasserabfluss ist wichtig
Lorbeerrosen haben ähnliche Ansprüche wie Rhododendren, denn sie benötigen ebenfalls humusreichen, kalkarmen Boden. Pflanzen mit diesen Standortansprüchen werden häufig im Handel und in Katalogen als „Moorbeetpflanzen“ bezeichnet. Dieser Begriff ist irreführend, denn er erweckt den Eindruck, als ob diese Pflanzen sehr viel Nässe vertragen können. Lorbeerrosen, Rhododendren und andere „Moorbeetpflanzen“ haben aber ein sehr feines Wurzelwerk, das leicht durch stauende Nässe und den damit verbundenen Luftmangel in der Erde geschädigt werden kann. Der Boden muss deshalb überschüssiges Wasser gut ableiten, sollte aber andererseits ständig feucht bleiben, was durch einen großen Humusanteil erleichtert wird.

Immergrüne vor winterlichen Trockenschäden schützen.
Der Immergrüne Kissen-Schneeball (Viburnum davidii) gedeiht am besten auf humusreichem, kalkarmem Boden. Im Winter kann es bei gefrorenem Boden zu Trockenschäden kommen, weil d er Immergrüne Kissen-Schneeball auch dann Wasser über seine Blätter verdunstet, aber keine Feuchtigkeit aus dem Boden aufnehmen kann. Er s ollte des halb vor austrocknendem Ostwind und Wintersonne geschützt gepflanzt werden.

Oberflächennahe Wurzeln nicht beschädigen
Lorbeerrosen (Kalmia) haben ein sehr feines, dichtes und oberflächennahes Wurzelwerk. Es kann leicht bei Pflegearbeiten verletzt werden. Deshalb sollte nicht im Nahbereich um diese Pflanzen gehackt oder gegraben werden.

 

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