Colour your life - August 2010

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„Sommerlust“ heißt das Colour-your-Life-Thema für den August. Aus gutem Grund, denn im Spätsommer blühen zahlreiche Stauden, Rosen stehen noch in voller Blüte und mancher Obstbaum und viele Beerenobststräucher wie Brombeeren und Heidelbeeren tragen reichlich leckere Früchte – Sommerlust pur. Für manchen Pflanzenfreund ist dies die beste Zeit, um den Garten rundum zu genießen. Weil viele Pflanzen in Töpfen, den sogenannten Containern, angeboten werden, kann man sie auch jetzt im Sommer pflanzen, wenn eine gute und regelmäßige Wasserversorgung der neugepflanzten Gehölze oder Stauden gewährleistet ist. Der Neuzugang im Garten, zum Beispiel eine blühende Edelrose, kann dann sofort seine volle Wirkung entfalten.

Edler geht es kaum

Für manchen Rosenfreund gilt die Edelrose als die Königin unter den Rosen. Rosen aus dieser Gruppe zeichnen sich durch große und sehr edel geformte Blüten aus. Sie sind häufig dicht gefüllt, bestehen also aus besonders vielen Blütenblättern. Oft befindet sich nur eine Blüte am Ende eines langen Stieles. Diese Rosen eignen sich deshalb auch ausgezeichnet als Schnittblumen für die Vase. Neben diesen klassischen Edelrosen zählen auch Sorten zu dieser Gruppe, die zusätzlich zur Hauptblüte noch einige Nebenknospen haben. Viele Edelrosen verzaubern nicht nur mit ihren wunderschönen Blüten, sondern duften außerdem sehr angenehm. Edelrosen sind besonders dankbar für einen guten Standort und gute Pflege. Am besten pflanzt man mehrere Rosen aus dieser Gruppe zusammen und bietet ihnen einen sonnigen und luftigen Standort, an dem der Wind die Blätter umspielen kann. Die Höhe dieser Rosen variiert, manche werden etwa 50 Zentimeter hoch, andere erreichen 80 bis 100 Zentimeter. Neben dem Hauseingang oder in der Nähe der Terrasse kommen Edelrosen besonders gut zur Geltung, denn hier kann man sie oft sehen und ihren Duft genießen.

Imposante Blütenkerzen


Auch im großen Reich der Stauden gibt es eindrucksvolle Blütenstars. Die Königskerzen (Verbascum) sind oft imposante Pflanzen, die einen Einzelstand verdient haben. Manche werden weit über einen Meter hoch. Über ihren intensivgrünen Blättern erheben sich prachtvolle, lange Blütenstände, die in der Tat wie Kerzen in die Höhe ragen. Die auffallenden Blüten stehen dicht an dicht an den langen Blütenständen. Das Farbenspektrum der Königskerzen ist nuancenreich, denn neben der häufigen Blütenfarbe Gelb gibt es unter anderem auch rosafarbene oder violette Farbtöne. Königskerzen bevorzugen im Allgemeinen sonnige und warme Standorte mit durchlässigem, steinigem Boden und können deshalb auch gut in Kiesbeete gepflanzt werden.

Vielseitige Bambuszwerge

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Es müssen nicht immer die Blüten sein, die zur Schönheit einer Pflanze beitragen. Manche Gehölze, Stauden oder Gräser beeindrucken stattdessen mit ihrem interessanten Wuchs oder mit schönen, manchmal sogar mehrfarbigen Blättern. Das gilt zum Beispiel für den Bambus. Zu der aus Japan stammenden Bambus-Gattung Pleioblastus gehören viele kleine und mittelhohe Arten und Sorten. Manche sind sogar wahre Bambuszwerge, denn sie bleiben sehr niedrig und sind gute Bodendecker. Die Wüchsigkeit der verschiedenen ausläuferbildenden Pleioblastus-Arten variiert. Um ihre Ausbreitung unter Kontrolle zu halten, ist auf jeden Fall eine Rhizomsperre zu empfehlen. Einige Arten werden wegen ihres dichten Wurzelsystems zur Hangbefestigung verwendet, andere können einen Bambusteppich bilden, der sich mit einem hochgestellten Rasenmäher mähen lässt. Besonders schön: Manche Pleioblastus-Arten und -Sorten haben lange, grasähnliche Blätter, die grünweiß oder sogar gelbweiß gestreift sind und so ein fröhliches Leuchten in den Garten bringen. Einige eignen sich auch gut für die Bepflanzung von Gefäßen.

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Filigrane Federgräser


Das Federgras (Stipa) ist sehr anmutig und elegant, denn es hat schmale, manchmal apart überhängende Halme. Ihm geht es ähnlich wie den Rosen, es gedeiht am besten an einem sonnigen Standort, an dem es vom Wind umspielt wird. Die Ähren sind locker-leicht und verstärken den anmutigen Eindruck. Manche haben schöne lange, im Sonnenlicht silbrig glänzende Grannen, die sich leicht im Wind hin und her bewegen. Je nach Art sind die Gräser nur etwa 30 Zentimeter hoch, doch mit den zarten Blütenhalmen können manche Federgräser eine Höhe von 80 Zentimetern oder mehr erreichen. Einige Arten wie das Reiher-Federgras (Stipa barbata) und das Büschelhaargras (Stipa capillata) blühen im August und bringen dann mit ihren zarten Blütenhalmen und den fedrigen Blütenständen eine besondere Leichtigkeit in den spätsommerlichen Garten.

Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats August

Eine der bekanntesten Edelrosen der Welt ist die Sorte ‘Gloria Dei‘ (Ehre Gottes). Diese leicht duftende, gelb und zartrosa blühende Rose trägt unterschiedliche Namen wie ‘Peace‘ (Frieden) und ‘Gioia‘ (Freude). Zu Beginn ihrer Entstehung, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, hatte sie nur eine Nummer, unter der sie der französische Rosenzüchter Meilland in seinem Betrieb gezüchtet und vermehrt hatte. Er schickte einige Veredelungen nach Deutschland, Italien und die USA. Als der Krieg begann, wurden die Kontakte nach Deutschland abgebrochen. Ein amerikanischer Betrieb, der die neue Rose getestet hatte, war absolut von ihr überzeugt. Als Symbol der Hoffnung sollte sie ‘Peace‘ genannt werden. Die amerikanische Rosengesellschaft taufte ‘Peace‘ am 29. April 1945. Zufällig war das ein Tag, an dem sich abzeichnete, dass der Zweite Weltkrieg bald zu Ende sein würde. Als wenige Wochen später die Gründungsversammlung der Vereinten Nationen in San Francisco stattfand, bekam jeder der Delegierten eine Vase mit der neuen Rose. ‘Peace‘ kam auch in den anderen Ländern, in denen sie erfolgreich getestet wurde, in den Handel. Aber bedingt durch den Krieg hatte sie dort jeweils einen anderen Namen bekommen: ‘Gloria Dei‘ in Deutschland, ‘Mme A. Meilland‘ in Frankreich und ‘Gioia‘ in Italien.

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Bei der Auswahl einer Bambuspflanze spielt neben Aspekten wie der Wuchsform und der Höhe auch die Unterscheidung in horst- und rhizombildende Arten eine Rolle. Horstbildende Bambusse wie die verschiedenen Fargesia-Arten bilden strauchartige, kompakte Pflanzen, während sich rhizombildende Arten durch ihre unterirdischen Ausläufer ausbreiten. Um ihren Ausbreitungsdrang zu begrenzen, ist eine sogenannte Rhizomsperre – insbesondere in kleinen Gärten – zwingend erforderlich. Die Bambuspflanzen werden in eine robuste Spezialfolie gepflanzt, mit der übermäßiges Wachstum effektiv und einfach begrenzt werden kann.

Manche Bambusarten sind auch wertvolle und wichtige Nutzpflanzen, deren feste Halme oder Fasern gerne verwendet werden. Der Bambus wird auf ganz unterschiedliche Weise genutzt: Aus Bambus werden in Asien zum Beispiel Musikinstrumente hergestellt, aber auch Gebäude errichtet. Die Halme können unter anderem auch als Wasserrinne dienen, Bambusfasern werden zu Papier verarbeitet und Bambusextrakte finden sich mittlerweile in Kosmetika.

 

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