März 2017

Clever & schön!

Clever & schön!Foto: PdM. Die Kuhschelle bezaubert schon früh im Jahr mit ihren schönen Blüten und der feinen, silbrigen Behaarung. Wenn sich die anfangs glockenförmigen Blüten öffnen, werden die leuchtend gelben Staubgefäße sichtbar, die einen auffallenden Kontrast zu den Blütenblättern bilden.

Frühblüher für mehr Freude am Garten

 

Bei aller Diskussion zum Klimawandel: Wer jetzt leuchtend rote oder gelbe Blüten entdeckt, muss nicht unruhig werden. Einige Ziersträucher und Stauden blühen von Natur aus sehr früh. Sie sind die Individualisten unter den Gartenpflanzen, denn sie haben ihre ökologische Nische gefunden. Frühblüher wie die Kornelkirsche (Cornus mas) nutzen eine Zeit, in der nur wenig Konkurrenz durch andere blühende Pflanzen besteht. Die große Mehrzahl der Pflanzen blüht erst später im Frühjahr oder im Sommer und so haben die Frühblüher mehr Chancen, von bestäubenden Insekten angeflogen zu werden. Dieser Trick der Evolution bietet auch den Gartenbesitzern Vorteile, denn wer Frühblüher pflanzt, kann sich über einen besonders zeitigen Start in die Gartensaison freuen.

 

Leuchtendes Gelb

Die Kornelkirsche (Cornus mas) ist einer der ganz frühen Blütenstars. Weil die Blätter noch auf sich warten lassen, ist der Blick frei auf die dekorativen, strahlend gelben Blüten. Obwohl die einzelnen Blüten recht klein sind, machen sie die Kornelkirsche zu einem besonderen Schmuckstück, denn sie erscheinen in großer Zahl und stehen in dichten Büscheln zusammen. Die Kornelkirsche wird etwa 4 bis 7 m hoch. Sie ist sehr robust und verträgt längere Hitze- und Trockenperioden. Dieser große, im Alter oft baumartige Strauch ist in weiten Teilen Europas verbreitet und kommt auch in einigen Regionen Deutschlands in der freien Natur vor. Früher wurden die Früchte als Wildobst geschätzt, heute entdeckt man sie als Delikatesse aus dem eigenen Garten wieder: Ab August entwickeln sich kirschgroße, leuchtend rote, Vitamin-C-haltige Früchte, die sich gut zu Marmelade, Kompott, Obstwein oder Saft verarbeiten lassen oder roh verzehrt werden können.

 

Zierliche Blütenglöckchen

Zu der eindrucksvollen Gruppe der frühen Blüher gehört auch die Niedrige Glockenhasel (Corylopsis pauciflora). Sie öffnet ihre zart duftenden, hellgelben Blüten schon im März und April vor dem Blattaustrieb. Die in großer Zahl erscheinenden Blütenglöckchen hängen meist zu zweit oder dritt an den feinen Trieben und lohnen einen Blick von nahem. Sie sind von einem dünnen, beinahe durchscheinenden Tragblatt umgeben, das den zierlichen Eindruck der Blüten noch verstärkt. Dieser filigrane Frühblüher wird nur etwa 1 bis 1,5 Meter hoch. Er wächst langsam und findet auch in kleinen Gärten oder Innenhöfen noch Platz. Schöne, farblich wunderbar passende Partner sind blau blühende Zwiebelblumen wie Blausternchen oder Vorfrühlingsanemonen. Wichtig für die aus dem Fernen Osten stammende Glockenhasel ist ein Standort, der vor kaltem Nord- und Ostwind geschützt ist. Auch nach der Blüte ist die Glockenhasel interessant: Ihre Blätter sind im Austrieb rötlich, später vergrünen sie und im Herbst färben sie sich goldgelb.

 

Blütenreicher Tausendsassa

In das strahlende Gelb der früh blühenden Sträucher mischen sich auch andere Farben wie bei den Zierquitten (Chaenomeles). Ihre Blüten erscheinen schon vor dem Blattaustrieb und sind bei den meisten Zierquitten leuchtend rot. Die oft intensiv gelben Staubgefäße bilden einen auffallenden Kontrast zu dem Rot der Blütenblätter. Die recht anspruchslosen, oft nur 1 bis 1,5 m hohen Sträucher gehören zur gleichen Familie wie die Rosen und sie fallen genau wie ihre edlen Verwandten durch die großen Blüten auf. Die Zweige eignen sich gut zum Vortreiben und bringen so schon in der Winterzeit einen Hauch von Frühling in die Wohnung. Zierquitten können sowohl einzeln als auch in Gruppen gepflanzt werden. Einige Sorten sind mit ihren bedornten Trieben auch für undurchdringliche lockere Blütenhecken ideal. Diese vielseitigen Frühblüher eignen sich auch für kleinste Gartenflächen, denn sie können mit Hilfe eines Spaliers sogar an einer Hauswand emporwachsen. Die Zierquitte ist – genauso wie die Kornelkirsche – wegen ihrer außergewöhnlich frühen Blütezeit eine wertvolle Futterquelle für Bienen und andere Insekten.

 

Blütenschönheit der Extraklasse

Eine Klasse für sich sind die Kamelien (Camellia). Die Blütenfarben reichen von Weiß bis zu den verschiedensten Rosa- und Rottönen. Manche Sorten haben mehrfarbige Blüten. Es gibt sowohl einfache als auch gefüllte Blüten. Die Gefüllten erinnern mit ihrer Üppigkeit an Dahlien oder Päonien. Wegen der Gleichmäßigkeit der edlen Blüten und der fernöstlichen Herkunft wird die Kamelie manchmal als „Chinesische Rose“ bezeichnet. Bei Topfkamelien im Haus erscheinen die Blüten schon im Februar und März, bei Pflanzen im Garten etwa von Mitte März bis Anfang Mai. Robustere Sorten können unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel im Weinbauklima oder an geschützten Standorten wie Innenhöfen, das ganze Jahr über im Freien wachsen. Dank ihrer immergrünen, glänzenden Blätter sind sie auch nach der Blüte attraktiv. Kamelien haben ähnliche Ansprüche an den Boden wie Rhododendren – er sollte humusreich, luftdurchlässig und kalkarm sein. Wenn die Pflanzen gegossen werden, sollte man Regenwasser verwenden, denn das ist kalkarm.

 

Kleiner Blütenschatz

Eine hübsche frühblühende Staude ist die Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), eine aparte, etwa 25 Zentimeter hohe, pflegeleichte Staude mit großen Blüten und seidig-fein behaarten Knospen und Blütenstängeln. Die silbrig-filzigen Blütenknospen erscheinen schon vor den Blättern. Im Austrieb sind auch die Blätter fein silbrig behaart. Diese Haare sind ein Verdunstungsschutz und weisen schon darauf hin, dass die Kuhschellen am besten auf sonnigen und warmen Standorten gedeihen. Die glockenähnlichen Blüten erscheinen im April und Mai, je nach Region und Witterung auch schon im März. Sie sind blauviolett, rot oder weiß mit einem kontrastreichen Herzen aus gelben Staubgefäßen. Solange die Blüten noch nicht ganz geöffnet sind, ähneln sie einer kleinen Glocke oder den bei Almvieh verwendeten Kuhglocken bzw. -schellen – daher der deutsche Name Kuhschelle. Die hübsche kleine Staude eignet sich sowohl für den Garten als auch für Kästen, Kübel und Tröge und kann so ihren wildblumenhaften Charme sogar auf Balkon und Terrasse entfalten. (PdM)

 

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