Colour your life - Juni 2011

Colour your life Juni 2011

Die Blütenverhältnisse im Garten ändern sich im Juni. Die Zeit der typischen Frühlingsblüher ist vorbei und nun übernehmen Rosen und andere Sommerblüher langsam das Zepter. „Schirm und Charme“ heißt das Colour-your-life-Thema für diesen Monat, und mit viel Charme regieren Rosen und Co. jetzt im Garten. Die Frühjahrspflanzung ist erledigt und nun ist die Zeit gekommen, um den Garten in all seiner Fülle zu genießen. Vielleicht fällt dabei auf, dass die eine oder andere Ecke mit neuen Gehölzen oder Stauden verschönert werden könnte. Der Juni ist zwar kein traditioneller Pflanzmonat, doch in großen Töpfen angebotene Gehölze, die sogenannten Containerpflanzen, können das ganze Jahr über gepflanzt werden, genauso wie auch Gräser und Stauden, die in Töpfen erhältlich sind. Werden Gräser oder Stauden in XXL-Größe gekauft, können sie ihre Wirkung sofort entfalten. Bei vielen Stauden heißt es deshalb jetzt „Blütenpracht ohne Wartezeit“, denn manche, wie zum Beispiel die Katzenminze (Nepeta), sind schon als blühende Pflanzen erhältlich. So bringen sie mit ihren blauen bis lavendelfarbenen Blüten von einem Tag auf den anderen Farbe in den Garten. In große Gefäße gepflanzt, passen blühende Stauden und filigrane Gräser auch auf den Balkon, die Terrasse oder an den Hauseingang. Wichtig für den Erfolg mit Containerpflanzen ist aber, dass zu Anfang durchdringend und später regelmäßig gegossen wird. Wichtig ist auch, dass die Pflanzgefäße Löcher im Boden haben, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann.

Eine Rose für den Wassergarten

Nymphaea FabiolaDie ideale Pflanzzeit für die Königin der Wasserpflanzen – die Seerose, botanisch Nymphaea – ist von Mai bis Juli. Seerosen verzaubern in den Sommermonaten mit eindrucksvollen Blüten und großen, auf der Wasseroberfläche schwimmende Blättern. Das Sortiment der winterharten Sorten bietet eine große Fülle unterschiedlicher Farbnuancen und auch unterschiedliche Blütengrößen und Wuchstiefen. Die Seerosen umgibt eine Aura des Geheimnisvollen. Viele Blüten öffnen sich tagsüber bei gutem Wetter und schließen sich bei Sonnenuntergang. Anderntags erstrahlen sie erneut. Starkwüchsige Seerosen benötigen rasch viel Platz und eine Wassertiefe von mindestens 60 cm. Es gibt auch schwachwachsende Sorten mit kleineren Blüten, die nur wenig Wasserfläche einnehmen und für die eine Wassertiefe von 20 bis 40 cm ausreichend ist. So lässt sich auch ein kleiner Teich oder ein Wasserbecken mit Seerosen verschönern.

Ein Begleiter fürs Leben

Robinia pseudoacacia UmbraculiferaEin Baum im Vorgarten verleiht einem Haus ein individuelles Gesicht und ist ein Begleiter fürs ganze Leben. Je nachdem, was für ein Baum ausgewählt wurde, spiegelt er die Jahreszeiten deutlich wider. Blüten im Frühjahr, ein dichtes grünes, schattenspendendes Blätterdach im Sommer, leuchtende Farben im Herbst, ein interessanter Wuchs oder eine markante Rinde, die im Winter besonders gut zu sehen ist – Bäume bereichern den Garten das ganze Jahr über. Das Angebot an Hausbäumen ist sehr umfangreich und es gibt auch viele attraktive Bäume für kleinere Gärten. Der Rotdorn ‘Paul’s Scarlet‘ (Crataegus laevigata ‘Paul’s Scarlet‘) zum Beispiel ist ein auffallender, bedornter Blütenbaum mit besonderem Charme. Er wird mit circa sechs Metern Höhe nicht allzu groß und beeindruckt mit seiner Blütenpracht: Im Mai und Juni trägt er dicht an dicht sitzende, leuchtend rote, gefüllte Blüten. Der Rotdorn ist robust und schnittverträglich und ist mit seinen glänzend dunkelgrünen Blättern auch nach der Blüte interessant.

Zierliche Blütensterne

Viele Sträucher ziehen jetzt ebenfalls die Blicke auf sich, wie beispielsweise die pflegeleichten, blühfreudigen Deutzien (Deutzia). Wegen der Blütenform werden sie auch Sternchensträucher genannt. Diese charmanten Ziersträucher schmücken sich im Mai und Juni mit üppigem Blütenflor. Die hübschen Sternchen leuchten weiß oder rosa. Einige Sternchensträucher werden 3 bis 4 Meter hoch, andere erreichen nur etwa einen Meter Höhe.

Große Wirkung auf kleiner Fläche

Clematis Multi BlueWenn Platz sehr knapp ist, aber dennoch Farbe gewünscht ist, sind Kletterpflanzen eine gute Lösung. Weil sie in die Höhe streben, benötigen sie nur wenig Grundfläche und sind dennoch sehr effektvoll, begrünen Wände, umranken schattenspendende Pergolen, bezaubern als romantischer Rosenbogen oder umrahmen Haustüren und Fenster. Ob Kletterrose, Blauregen, Clematis, Kletterhortensie, Wilder Wein, Kiwi, Trompetenblume, Geißblatt oder der Klassiker Efeu – die Auswahl mehrjähriger Kletterer ist groß. Doch die Pflanzen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Wuchshöhen und ihres Wuchsverhaltens, sondern auch was ihre Standortansprüche und eventuelle Wuchshilfen betrifft. Es lohnt sich deshalb, die Kletterpflanzen – genauso wie den Hausbaum und auch andere Gehölze oder Stauden – in Baumschulen oder Fachgartencentern auszusuchen. Die Gehölzspezialisten dort stehen mit Rat und Tat zur Seite, um die richtige Pflanze für den richtigen Standort zu finden.


Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats Juni

Die Blätter der Seerosen weisen einige Besonderheiten auf. Bei den meisten Pflanzen befinden sich Spaltöffnungen für den Sauerstoffaustausch auf der Blattunterseite, bei den Seerosen sind sie jedoch oben auf den Blättern, weil die Blätter direkt auf dem Wasser liegen. In den Blättern befinden sich Luftkammern, die dazu beitragen, dass sie auf dem Wasser schwimmen. Die lederartigen Blätter haben eine Wachsschicht. So perlen Wassertropfen einfach ab. Auch bei einer anderen Wasserpflanze, dem Lotus, gibt es diesen Effekt. Dieser sogenannte Lotuseffekt dient der Industrie als Vorlage für wasserabweisende Oberflächen.

Die meisten Pflanzen mit schwimmenden Blättern, vor allem Seerosen, vertragen es nicht, wenn immer wieder Wasser auf ihre Blätter spritzt. Sie sollten also keinesfalls in die Nähe eines Springbrunnes oder in ein schnell fließendes Gewässer gepflanzt werden.

Der botanische Name Nymphaea für die Seerosen geht auf die Nymphen in der griechischen Mythologie zurück. Die Nymphen waren hübsche, dem Menschen freundlich gesinnte Naturgeister, die in Quellen, Seen und Bächen lebten. Eine Nymphe verliebte sich in Herakles, der ihre Liebe jedoch nicht erwiderte. Sie starb schließlich an gebrochenem Herzen. Die Götter hatten aber Mitleid mit der Nymphe und ließen sie in Gestalt einer wunderschönen Blume – der Seerose – wieder auferstehen.


Bei der Auswahl von Seerosen muss darauf geachtet werden, dass ihre Wuchskraft zur Größe und Tiefe des Teiches passt. Für große Teiche und Tiefen verwendet man wuchsstarke Sorten. Für flacheres Wasser und kleinere Teiche eignen sich dagegen die schwachwachsenden Seerosen. Es gibt einen Trick, um die schwachwachsenden Pflanzen auch in größere und tiefere Teiche zu setzen. Dazu pflanzt man sie in einen Korb und stellt diesen höher, beispielsweise auf ein Podest aus Steinen. Damit Seerosen gut blühen, benötigen sie einen warmen, sonnigen Standort. Sie sollten deshalb an eine Stelle gepflanzt werden, an der sie für mindestens 6 bis 8 Stunden am Tag Sonne bekommen.

Seerosen haben winterharte Rhizome, aus denen sie im Frühjahr neu austreiben. Wenn sie in Gefäßen wachsen, zum Beispiel auf dem Balkon, sollten sie aber dennoch vor dem Winter ins Haus geholt werden. Auf diese Weise wird ein Durchfrieren der Rhizome vermieden. Aus dem Gartenteich müssen nur Zwergseerosen oder besonders empfindliche Sorten zum Schutz vor Frost herausgenommen werden. Es empfiehlt sich, diese Seerosen in Körbe zu pflanzen. Sie lassen sich so zum Überwintern leicht und bequem aus dem Wasser nehmen. Dann können sie in einen kühlen, frostfreien Raum gestellt werden, am besten in einem Gefäß, das mit Wasser gefüllt ist, so dass die Rhizome während der Überwinterung nicht austrocknen.

Der Gattungsname Crataegus für den Weiß- und Rotdorn leitet sich vom griechischen Wort krataigos ab. Es bedeutet so viel wie stark oder fest und bezieht sich auf das harte Holz dieser Pflanzen. Weil das Holz so hart ist, wurde es früher gerne für die Herstellung von Wanderstöcken und Werkzeugen wie Hobel oder für Werkzeuggriffe verwendet. Das Holz hält Reibung gut aus und war deshalb auch gut für kleine, stark beanspruchte Teile wie zum Beispiel als Verschluss von Fässern geeignet.

Der Rotdorn ist eng mit dem Weißdorn (Crataegus monogyna) verwandt. Dieser Baum war den Kelten besonders heilig. Er galt früher als Wohnort der Feen und guten Geister. Ihm wurden positive magische Kräfte zugeschrieben, weshalb man glaubte, dass er Krankheiten heilen und vor Hexen schützen könne. Auch im Christentum spielte er eine Rolle. Einer der Jünger Christi, Joseph von Arimathia, wanderte bis nach England, wo er in Glastonbury die erste Kirche auf englischem Boden bauen ließ. Hier, wo sich angeblich auch das Grab von König Arthur befindet, soll er seinen Wanderstab aus Weißdornholz in die Erde gesteckt haben. Aus diesem Stab wuchs ein Weißdornbaum, der der Legende nach regelmäßig zur Weihnachtszeit blühte.

Die reichblühenden Deutzien (Deutzia), die auch unter dem Namen Sternchensträucher bekannt sind, kommen gut einzeln zur Geltung. Sie eignen sich auch für lockere, freiwachsende Blütenhecken und haben großen ökologischen Wert, denn sie sind gute Bienenweiden.

Bei weit überstehenden Dächern kann es vorkommen, dass Kletterpflanzen nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden, wenn sie sehr nah ans Haus gepflanzt sind. Dann sollte bei längerer Trockenheit unbedingt gegossen werden. Zu empfehlen ist ein größerer Pflanzabstand zum Haus, damit das Regenwasser als natürliche Bewässerung besser genutzt werden kann.

Einige Kletterpflanzen haben Haftorgane und wachsen damit selbstständig an Mauern und Wänden empor. Andere, wie Kletterrosen und Blauregen, benötigen Kletterhilfen. Sie können zum Beispiel an einem Spalier, einer Pergola oder Spanndrähten in die Höhe wachsen. Wenn die Triebe an den Kletterhilfen befestigt werden, muss darauf geachtet werden, dass das Bindematerial nicht in die Rinde einschneidet.

Der Rotdorn ‘Paul’s Scarlet‘ (Crataegus laevigata ‘Paul’s Scarlet‘) ist vor einigen Jahren von der Royal Horticultural Society (RHS) in England mit einer Auszeichnung geadelt worden: Er bekam den „RHS Award of Garden Merit“, mit der die Royal Horticultural Society, die Königliche Gartenbau-Gesellschaft, besonders empfehlenswerte Gartenpflanzen auszeichnet.

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