Juni 2017

Außergewöhnliche Pflanzen

Außergewöhnliche PflanzenFoto: PdM. Ohne die schöngefärbten Hochblätter würden die relativ kleinen Blüten kaum auffallen. (Cornus kousa 'Satomi).

Schmuckstücke für den Garten

Nach der Rhododendronblüte ist das Feuerwerk der Farben in den Gärten längst nicht vorbei, denn auch danach kann es blütenreich weitergehen. Besonders schön sind einige Hartriegel (Cornus). Diese Gattung präsentiert sich jetzt eindrucksvoll mit Pflanzenschätzen, die einen Ehrenplatz im Garten verdient haben. Das sind vor allem die ursprünglich in Nordamerika heimischen, reich blühenden Blumen-Hartriegel (Cornus-florida-Sorten) und die etwas später im Juni blühenden Japanischen Blumen-Hartriegel (Cornus-kousa-Sorten). Diese Ziergehölze sind etwas ganz Besonderes: Ihre eigentlichen Blüten sind klein und unscheinbar, sie werden aber von auffallenden, großen Hochblättern umgeben. Diese Blätter sind nicht grün, sondern je nach Sorte weiß, rosafarben oder rot. Sie gehören aus botanischer Sicht nicht zur Blüte, sondern sind jeweils zu viert zusammenstehende, farblich veränderte Blätter, die die kleinen Blüten anfangs schützend umgeben und dann, wenn sie sich entfaltet haben, mit ihrer auffallenden Farbe Bestäuber anlocken.

Reichblühende Vielfalt

Die Blumen-Hartriegel sind oft so blühfreudig, dass ihre grünen Blätter unter einem Meer aus weißen oder rötlichen Hochblättern kaum zu sehen sind. Außergewöhnliche Kostbarkeiten mit rosaroten Hochblättern sind zum Beispiel der etwa vier bis sechs Meter hohe, breit ausladend wachsende Rote Blumen-Hartriegel (Cornus florida ’Rubra’) und die circa drei bis vier Meter hohe Sorte ’Cherokee Chief’. Der Japanische Blumen-Hartriegel Cornus kousa ’Satomi’ bietet ein besonderes Farbenspiel: Seine Hochblätter sind anfangs cremefarben und färben sich im Verlauf der Blütezeit je nach Lichtintensität rötlich bis kräftig rosarot. Im Halbschatten ist die Farbe nicht so ausgeprägt wie an einem sonnigen Standort. ’Satomi’ wird vier bis sechs Meter hoch und fällt durch die etagenartig angeordneten Zweigpartien auf. Im Spätsommer beeindrucken die Blumen-Hartriegel mit auffallenden, scharlachroten Früchten, im Herbst mit einer leuchtend roten bis rotvioletten Blattfärbung.

Baum mit mediterranem Flair

Maulbeerbäume können mehrere hundert Jahre alt werden und sind auch in anderer Hinsicht beeindruckend: Der Weiße Maulbeerbaum (Morus alba) ist eine uralte Kulturpflanze. In China wird dieser Baum schon seit mehr als 4.000 Jahren gepflanzt. Dort dienen die papierdünnen Blätter als Futter für Seidenraupen. Maulbeerbäume wurden zu diesem Zweck auch in Europa eingeführt: Sie wachsen sogar in den Gärten der Queen, als Erinnerung an einen botanischen Irrtum. In England wurden im 17. Jahrhundert Maulbeerbäume gepflanzt, um eine eigene Seidenindustrie aufzubauen. Der Versuch scheiterte jedoch, weil irrtümlicherweise der Schwarze Maulbeerbaum (Morus nigra) ausgewählt wurde, der nicht als Futterpflanze für die Seidenraupen geeignet war. In Deutschland wird diese Art schon seit dem Mittelalter in wintermilden Regionen als Haus- und Hofbaum gepflanzt. Der Weiße Maulbeerbaum ist frosthärter und kann Temperaturen bis – 20 °C vertragen, ohne Schaden zu nehmen. Besonders schön und empfehlenswert ist der Platanenblättrige Maulbeerbaum (Morus alba ’Macrophylla’). Er wird etwa 10 Meter hoch und gedeiht am besten an einem sonnigen, warmen Standort auf normalem, gut wasserdurchlässigem Gartenboden. Die im Mai erscheinenden Blüten sind relativ unauffällig. Aus ihnen entwickeln sich Früchte, die an längliche Brombeeren erinnern und essbar sind. Sehr schön sind die großen, glänzend grünen Blätter. Sie werden bis etwa 20 cm groß und ähneln den gelappten Blättern der Platanen. Dieser Maulbeerbaum lässt sich gut zu besonderen Formen heranziehen und weckt dabei Urlaubsgefühle: In Dachform wird er mit seinem weitausladenden Blätterschirm zu einem wertvollen, mediterran anmutenden Schattenspender an heißen Sommertagen, in Spalierform kann er gut vor Mauern oder Hauswände gepflanzt werden.


Goldgelbe Blüten

Ein Goldstück im wahrsten Sinne des Wortes ist das Johanniskraut mit seinen leuchtend gelben Blüten. Es wurde schon in der Antike wegen seiner Heilwirkung genutzt. Diese große Wertschätzung ist bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Insbesondere als natürliches Antidepressivum ist es in den letzten Jahren sehr bekannt geworden. Neben dem für medizinische Zwecke verwendeten Johanniskraut mit dem botanischen Namen Hypericum perforatum gibt es Arten, die wegen ihrer außerordentlich langen Blütezeit und der strahlend gelben Blüten ausgezeichnete Gartenpflanzen sind. Auch die Blätter dieser anspruchslosen, kleinen Sträucher sind attraktiv. Auffallend ist ihre Anordnung: Die Blätter sind „gegenständig“, das heißt, dass sie sich am Stängel jeweils gegenüberstehen. Das dichtverzweigte und robuste, etwa 120 Zentimeter hohe Johanniskraut ’Rheingold’ ist besonders widerstandsfähig und beeindruckt schon ab Mai mit goldgelben Blüten. Später entwickeln sich daraus dekorative gelbe Früchte, die mit zunehmender Reife dunkelrot werden. Diese Fruchtzweige passen sehr gut in schöne Herbststräuße. Oft erscheinen die ersten Früchte schon, wenn die Pflanze noch blüht. Außergewöhnlich und sehr zierend sind auch die langen gelben Staubfäden, die weit über die leuchtend goldgelben Blütenblätter hinaus ragen. PdM

 

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