November 2017

November 2017Die Pflanzsaison ist eröffnet!

Vorteile des Herbstes nutzen

 

Ein weit verbreiteter Irrtum: Wenn im Herbst das Laub von den Bäumen fällt, geht die Natur in eine Wachstumspause. Eben nicht! Zwar haben die Pflanzen im Herbst ihr oberirdisches Wachstum abgeschlossen, unter der Erde sind sie jedoch umso aktiver und erwerben sich ideale Startvoraussetzungen für den Austrieb im Frühjahr. Das heißt für jeden klugen Hobbygärtner: Die Pflanzzeit ist eröffnet! Wer die Monate zwischen September und Dezember zum Pflanzen nutzt, hat beste Chancen, den Garten für das nächste Jahr optimal vorzubereiten. Der Sommergarten ist schließlich noch gut in Erinnerung. Gut zu wissen, dass gerade jetzt im Herbst die Auswahl in Baumschulen und Gartencentern besonders groß ist! Gartenfans, denen die Zeit und das Wissen fehlen, um sich rechtzeitig an die Gartenplanung zu machen, wenden sich immer häufiger an einen Landschaftsgärtner.

 

Besser ist das!

Die Herbstmonate sind für eine Umgestaltung des Gartens besonders geeignet: Werden Gehölze und Stauden jetzt gepflanzt, entwickeln sie noch vor dem Winter neue Faserwurzeln. Das Wurzelwachstum steht erst still, wenn die Bodentemperatur unter vier Grad Celsius fällt. Eine im Herbst gesetzte Pflanze hat also genügend Zeit, richtig „Fuß zu fassen“, bevor im Frühling der Austrieb erfolgt. Sie kann sich dann umso leichter über die Wurzeln mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Im Frühling gesetzte Pflanzen müssen sich wesentlich mehr anstrengen, um ihren Nährstoff- und Wasserbedarf zu decken und gegebenenfalls den ersten Trockenperioden zu trotzen. Die herbstlichen Temperaturen, die hohe Luftfeuchtigkeit und die häufigen Niederschläge erleichtern der Pflanze das Anwachsen. Durch die Herbstnässe schließen sich Hohlräume im Boden, die durch das Pflanzen entstehen; dies erleichtert den Pflanzen die Wasserversorgung. Außerdem ist die Gefahr einer Rindenverletzung geringer als im Frühjahr, wenn die Bäume und Sträucher unter „Saftdruck“ stehen. Für Gehölze mit nackter Wurzel ist ab Ende September Pflanzzeit, die sich bis zum ersten anhaltenden Bodenfrost fortsetzt. Pflanzen, die in einem Anzuchttopf, Container genannt, angeboten werden, können ganzjährig gepflanzt werden. Die Ausnahme bildet auch hier die Zeit, in der der Boden gefroren ist.

Soll eine neue Hecke entstehen, lässt sich jetzt unter anderem die wintergrüne Berberitze (Berberis julianae) setzen. Der dichtbuschige Strauch eignet sich bestens für eine immergrüne, undurchdringliche Hecke und besitzt auffällige, lange, glänzend dunkelgrüne Blätter mit gezahnten Rändern. Aus den gelben Blüten im Mai entwickeln sich im Herbst schmucke blauschwarze Beeren.

Gut geeignet für die Herbstpflanzung sind auch Rosen. Wichtig dabei: Kletterrosen dürfen nicht zu dicht an eine Mauer oder Hauswand gepflanzt werden, da es dort oft zu trocken ist – und sie sind überaus durstige Gartenbewohner! Für eine gute Nährstoffversorgung empfiehlt sich darüber hinaus eine Bodenverbesserung. Im Zweifelsfall lieber den Landschaftsgärtner fragen.

 

Gut geschlämmt ist halb gewonnen

Jede Pflanze muss nach dem Setzen gut gewässert werden. Damit Gehölze besser anwachsen, sollte man sie einschlämmen. Dazu setzt man die Pflanze in ein ausreichend großes Pflanzloch, füllt die Hälfte des Erdaushubs ein und wässert, wobei das Gehölz leicht bewegt werden sollte, damit sich Hohlräume schließen. Erst dann wird die restliche Erde eingefüllt und gut festgedrückt. Im Anschluss ist die Pflanze noch einmal gut mit Wasser zu versorgen. Jetzt kann der hinzugekommene Gartenbewohner beginnen, die ersten neuen Wurzeln auszubilden. (PdM)

 

Ihr Team vom Garten-Fachmarkt Helmstetter

 

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