Pflanze des Monats - September 2014

September 2014

Hoch hinaus

 Hoch hinaus

Kletterpflanzen...
haben geradezu magische Fähigkeiten. Sie verwandeln kahle Bauten aus Stein oder Beton in blütenreiche, romantische Refugien und benötigen nur ein Minimum an Bodenfläche.

Großblumige Clematis eignen sich besonders gut, um Hauseingänge, Torbögen oder Pergolen zu verschönern.

 

Für Gartenträume selbst auf kleinstem Raum

Blütenstern
Kletterpflanzen sind ganz besondere Verpackungskünstler &ndash sie können bei geeignetem Standort schon auf sehr begrenzter Fläche für viel Farbe sorgen, weil sie sich die dritte Dimension erobert haben. Deshalb sind sie ideal, um Gartenträume sogar auf kleinstem Raum zu verwirklichen. Etwas freier Boden neben dem Haus reicht bereits, um z.B. eine Clematis zu pflanzen. Mit ihren großen Blütensternen ist diese Kletterpflanze ein Schmuckstück für den Hauseingang, der mit ihr besonders einladend wirkt. Mit blühenden Clematis lassen sich auch Pergolen, Lauben oder Torbögen verschönern.

Sogar für Balkon und Terrasse
Die großblumigen Clematis werden je nach Sorte 2 bis 4 m hoch. Sie eignen sich sogar für große Pflanzgefäße und können dann auch auf Balkon oder Terrasse ihren Charme entfalten. Die Blütezeit ist art- und sortenabhängig. Einige Clematis blühen schon im Mai und Juni, andere erst später im Sommer oder sogar noch im September und Oktober. Das Spektrum der Blütenfarben reicht von reinem Weiß über Rosa und Rot bis zu dunklem Violett. Die züchterisch nicht beeinflussten Clematis-Wildformen haben kleinere Blüten. Einige wachsen sehr stark und benötigen daher viel Raum, um sich zu ihrer vollen Schönheit zu entwickeln.

Kletterpflanze mit exotischem Flair
Während die Clematis auf eine Kletterhilfe angewiesen ist, kann die Trompetenblume (Campsis) mit ihren Haftwurzeln zumeist selbstständig an Sichtschutzmauern und Hauswänden emporwachsen. Ihr deutscher Name bezieht sich auf die großen, trichterförmigen Blüten, mit denen sich diese exotisch anmutende Kletterpflanze von Juli bis September schmückt. Sie sind gelb oder orange und bilden einen auffallenden Kontrast zu den schönen gefiederten Blättern. Die Trompetenblume benötigt einen sonnigen, geschützten Standort.

Duftende Blüten
Manche Kletterpflanzen duften auch verführerisch. Dazu gehören z.B. verschiedene Geißblatt-Arten (Lonicera). Die länglichen, gelblichweißen Blüten des Echten Geißblatts (Lonicera caprifolium) duften in den Abendstunden intensiv und süß. Sie erscheinen im Mai und Juni. Auch die Blüten der Feuer-Geißschlinge (Lonicera x heckrottii) verströmen einen intensiven, angenehm süßlichen Duft. Sie sind innen gelb und außen rot. Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Immergrünes Kleid fürs Haus
Es müssen jedoch nicht unbedingt Kletterpflanzen mit dekorativen Blüten sein, um einem Haus eine ganz persönliche Note zu geben. Romantische Bilder entstehen z.B. mit Wildem Wein (Parthenocissus), der ganze Hauswände überziehen kann und dessen Blätter sich im Herbst leuchtend rot färben. Wer Efeu (Hedera) wählt, muss zwar auf eine fantastische Herbstfärbung wie beim Wilden Wein verzichten, dafür behält dieser robuste Kletterer seine Blätter auch im Winter und bietet somit einen ganzjährigen Wind- und Wetterschutz für das Haus. Er ist auch von ökologischer Bedeutung, denn Kletterpflanzen bieten vielen Tierarten Lebensraum und Schutz.

Blätter in XXL
Zwei kletternde Schönheiten mit besonders großen Blättern sind der Strahlengriffel (Actinidia) und der Scharlach-Wein (Vitis coignetiae). Beide eignen sich mit ihrem dichten Blattwerk gut als Schattenspender, beispielsweise um Pergolen oder Lauben in lauschige Refugien zu verwandeln. Der Strahlengriffel bevorzugt eine sonnige, warme Lage und benötigt nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Einige Arten sind sehr starkwachsend. Dazu gehört auch der Chinesische Strahlengriffel (Actinidia chinensis). Er kann an günstigen, geschützten Standorten sogar essbare Früchte entwickeln, die bekannten Kiwi. Die Pflanzen sind zweihäusig. Wenn sie Früchte tragen sollen, müssen deshalb männliche und weibliche Exemplare gepflanzt werden. Der Scharlach-Wein hat noch größere Blätter als der Strahlengriffel. Sie können 20 bis 30 cm breit werden und haben eine prachtvolle rote Herbstfärbung. Er ist sehr wuchsfreudig und gedeiht ebenfalls am besten an einem warmen, sonnigen Standort.

Den Boden bedecken
Einige Kletterpflanzen &ndash wie die Clematis &ndash waren ursprünglich Waldrandpflanzen. Das erklärt, warum sie oft einen sonnigen Standort benötigen, der Wurzelbereich jedoch im Schatten liegen muss und nie ganz austrocknen sollte. Um die Verdunstung einzuschränken, kann nackter Boden unter Kletterpflanzen mit Mulch oder Steinen abgedeckt werden. Besonders natürlich wirkt eine Unterpflanzung mit flachwurzelnden, bodendeckenden Stauden, die zusammen mit Steinen gut zur Geltung kommen. Hierfür eignen sich z.B. niedrige Glockenblumen wie die etwa 15 cm hohe Hängepolster-Glockenblume (Campanula poscharskyana), die am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten wächst. Ihre blauen, sternförmigen Blüten erscheinen im Sommer. Auch einige bodendeckende Geraniumarten sind gute Begleiter, beispielsweise der Dalmatinische Storchschnabel ( Geranium dalmaticum), der 10 cm hohe Teppiche bildet. Er blüht von Juni bis August mit auffallenden rosafarbenen Blüten und hat schöne handförmig geteilte Blätter, die sich im Herbst orangerot färben.

 

Tipps zu Kletterpflanzen:
Gerüstkletterer und Selbstklimmer

Kletterhilfen
Bei Kletterpflanzen unterscheidet man zwischen Selbstklimmern, die aus eigener Kraft an Mauern und Wänden emporwachsen können, und Pflanzen, die auf eine Kletterhilfe angewiesen sind. Eine Kletterhilfe benötigen unter anderem Clematis, Geißblatt (Lonicera), Strahlengriffel (Actinidia) und der Scharlach-Wein (Vitis coignetiae). Hierfür eignen sich je nach Pflanzenart z.B. Rankgitter, Spaliere oder Spanndrähte. Wichtig ist, die Größe und Stärke der Kletterhilfe auf die Wuchshöhe und Wuchsfreudigkeit der ausgewählten Pflanzen abzustimmen. Der Scharlach-Wein beispielsweise ist sehr starkwüchsig und kann Höhen von 6 bis 8 m erreichen, während großblumige Clematissorten höchstens halb so hoch werden.

Aus eigener Kraft nach oben
Selbstklimmer sind z.B. Efeu (Hedera) und Wilder Wein (Parthenocissus). Efeu bildet an den Trieben kleine Haftwurzeln, der Wilde Wein entwickelt Haftscheiben, um selbstständig in die Höhe wachsen zu können. Auch die Trompetenblume (Campsis) ist ein Selbstklimmer. An einer rauen Wand können die Haftwurzeln meist ausreichend Halt finden, doch wenn die Trompetenblume an einer glatten Fläche emporwachsen soll, erleichtert eine Kletterhilfe den Weg nach oben. Dies können beispielsweise horizontal verlaufende Spanndrähte sein.

 

 

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