Januar 2017

Gezuckertes Zauberreich

Gezuckertes ZauberreichFoto: Bei Frost wird der Garten zu einem Winterwunderland. Bäume wirken wie verzaubert und die trockenen Blüten- und Samenstände mancher Stauden werden durch Raureif zu kunstvollen Skulpturen. (PdM)

Der Garten im Winter

Kälte gehört dazu, Regen und bestenfalls Schnee: Der Winter steht vor der Tür und das ist gut so. Denn er hat auch seine angenehmen Seiten: Winterzeit ist Hobbyzeit! In den dunklen Monaten lässt sich die Wohnung am allerbesten behaglich und dekorativ gestalten. Der Garten erlebt ebenfalls eine Ruhephase und benötigt weniger Pflege als zu jeder anderen Jahreszeit. Dabei lädt er zu neuen Entdeckungen ein. Alles ist mit Raureif überzogen. Pflanzeneigenschaften wie Form, Struktur oder die Beschaffenheit der Rinde gewinnen an Bedeutung. Selbst Wintermuffel müssen zugeben: Schneeweiß ist alles andere als langweilig und steril – der Frost ist ein genialer Dekorateur! Besonders erfreuen sich junge Familien am Winter, wie eine Allensbach-Umfrage aus diesem Jahr ergab. Wann immer es möglich ist, heißt es für 71 Prozent der Familien mit kleineren Kindern Rodeln oder Schneemannbauen im Garten. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, mit ihren Kindern bei jedem Wetter nach draußen zu gehen. Dies ist wichtig, weil viele Kinder im Winter mehr Zeit vor Fernseher und Computer verbringen und einen aktiven Ausgleich mehr denn je benötigen. Wo kein solches Gegenprogramm möglich ist (30 Prozent der Befragten), wurden die Kinder öfter als träge und nörgelig geschildert.


Was tragen Pflanzen drunter?

Der Garten im Winter hat für Jung und Alt seinen ganz besonderen Reiz. Die Bäume haben ihr Laub abgeworfen und gewähren einen Blick hinter die Kulisse ihrer ansonsten grünen Blätterfülle. Auch die meisten Stauden sind kahl und wirken wie kunstvolle Skulpturen, wenn ihre vertrockneten Blüten- und Samenstände mit Raureif überzogen in der Wintersonne glänzen. Es lohnt sich also, Gehölze und Stauden nicht zu früh zurückzuschneiden! Auch Sonnenhut (Rudbeckia), Kugeldistel (Echinops ritro) und einige hochwachsende Fetthennen (Sedum) sind hübsch verziert mit glitzernden Kristallen. Weiß gepudert schimmern die winter- und immergrünen Gräser. Die Weißbunte Japansegge (Carex morrowii ’Variegata’) zeigt durch einen zartweißen Schleier ihre schmalen, dunkelgrünen Blätter, die am Rand mit cremefarbenen Streifen eingefasst sind. Filigran wirkt der grüne Atlasschwingel (Festuca mairei) mit langen überhängenden Blättern. Der Blauschwingel (Festuca glauca) bildet einen halbkugeligen, blau-grünen Horst im frostigen Beet. An der Hauswand klettert unermüdlich Wilder Wein (Parthenocissus) empor – nur im Winter sieht man die filigranen Zweige, die sich an der Wand festhalten. Nicht zu vergessen: Die winter- und immergrünen Pflanzen sorgen für erfrischende Farbe im winterlichen Garten und fallen damit mehr denn je auf.


Schmückende Zweige

Wer glaubt, im Winter finden sich in der Natur nur graue, braune und grüne Farbtöne, der irrt gewaltig! Neben den Koniferen bringen auch Laubgehölze Farbe in den winterlichen Garten. Manche Laubgehölze sind gerade in dieser Jahreszeit besonders attraktiv, weil ihre schöne Rinde nicht mehr von den Blättern verdeckt wird. Der Sibirische Hartriegel (Cornus alba ’Sibirica’) hat sehr auffallende rote Triebe. Ein guter Partner ist der Gelbholz-Hartriegel (Cornus stolonifera ’Flaviramea’) mit seiner leuchtend grüngelben Rinde. Der Ranunkelstrauch (Kerria japonica) hat dünne, intensiv grüne Triebe. Aber auch die markanten Strukturen mancher Pflanzen sind im Winter besonders deutlich zu erkennen. Die Korkenzieher-Weide (Salix ’Tortuosa’) und die Korkenzieher-Hasel (Corylus avellana ’Contorta’) zum Beispiel sind wegen ihrer stark gedrehten Zweige ideal für einen Garten, der auch in der kalten Jahreszeit interessante Impressionen bietet.


Farbspiel zum Jahresende

Zarte Blüten bringen den Garten zum Leuchten. Ab Dezember, manchmal auch schon ab November, öffnet der Winterschneeball (Viburnum bodnantense) seine tiefrosa Knospen. Bis zu seiner Hoch-Zeit im März oder April folgen den ganzen Winter über immer wieder neue, duftende, zartrosafarbene Blüten. Auch wer verschiedene Sorten der Schneeheide (Erica-carnea-Sorten) miteinander kombiniert, kann sich während der vierten Jahreszeit immer wieder an Farbe erfreuen. Die Blütenfarben reichen von reinem Weiß über Rosa bis zu dunklem Rotviolett. Großen Zierwert haben auch ihre immergrünen, nadelförmigen Blättchen. Leuchtend gelb sind die Blütenblätter des Winterjasmins (Jasminum nudiflorum), die sich bei milder Witterung schon im Dezember zeigen. Wer genauer hinschaut, für den ist der Winter also alles andere als trist und dunkel. Durch den Zauber der vierten Jahreszeit wird der Garten zum spannenden Winterwunderland ... und bereitet sich heimlich, still und leise auf das kommende Gartenjahr vor.

 

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